Sanierung

Berliner Abgeordnete auf der Baustelle der Staatsoper

Abgeordnete des Berliner Parlaments wollen sich heute auf der Baustelle der Staatsoper Unter den Linden über den Fortschritt der Renovierung und die Gründe für die einjährige Verzögerung der Arbeiten informieren.

Dabei wird Senatsbaudirektorin Regula Lüscher die Vertreter des Kulturausschusses über den Stand der Dinge unterrichten, wie Ausschusschef Frank Jahnke (SPD) sagte.

Ende Mai hatte Lüscher eine weitere Verzögerung bei der Wiedereröffnung der Staatsoper auf das Jahr 2015 bekanntgegeben, nachdem Bauarbeiter in 17 Metern Tiefe mittelalterliche Pfahlbauten entdeckt hatten. Sie gehörten vermutlich zur alten Stadtmauer Berlins. Mit der Entdeckung ist der Bau der unterirdischen Verbindung zwischen dem Opernhaus und den Probebühnen ins Stocken geraten. Durch die Holzstämme konnte der Übergang nicht gegen Grundwasser isoliert werden. Deswegen soll die Betonsohle, auf der der Verbindungsgang ruht, doppelt so dick werden.

Generalmusikdirektor Daniel Barenboim und Intendant Jürgen Flimm hatten die Verzögerung als nicht hinnehmbar kritisiert. Sie befürchten durch eine weitere Spielzeit im kleineren Provisorium Schiller Theater einen höheren Einnahmeverlust. Als ursprünglicher Termin für den Neustart im haus Unter den Linden war der 3. Oktober 2013 genannt worden. Nun wird der Herbst 2015 genannt.

Die mehrheitlich vom Bund getragenen Kosten von 250 Millionen Euro sollen trotz der Verzögerung nicht überschritten werden.