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Kulturpolitik: Luchterhand-Verlag will Vergangenheit aufarbeiten ++ Medien: RTL-Sender setzen künftig auf neue Zielgruppe ++ Theater: Ben Becker will in Salzburg nicht mehr den Tod spielen ++ TV-Quoten: ARD und ZDF besiegen Private auch nach Olympia

Luchterhand-Verlag will Vergangenheit aufarbeiten

Der Luchterhand Literaturverlag will nach dem Vorwurf der Bereicherung in der Nazi-Zeit seine Vergangenheit wissenschaftlich aufarbeiten. "Wir werden uns in den kommenden Wochen darum bemühen, geeignete Wissenschaftler für eine unabhängige Aufarbeitung der Verlagsgeschichte zu gewinnen", teilte der Verlag am Dienstag mit. Die "taz" hatte berichtet, der Verlag habe sich 1939 habe zu einem äußerst günstigen Preis in die Druckerei von Otto Heinrich Scholz eingekauft, der von den Nazis drangsaliert wurde.

RTL-Sender setzen künftig auf neue Zielgruppe

Die RTL-Sender setzen auf eine neue Zielgruppe. Ab 2013 wollen RTL, Vox, n-tv und Super RTL die Quoten nur noch für die Altersgruppe der 20- bis 59-Jährigen ausweisen. Der demografische Wandel mache es notwendig, die Referenzzielgruppe anzupassen, sagte Matthias Dang, stellvertretender Geschäftsführer von IP Deutschland, der Firma für die RTL-Werbevermarktung. Die Bevölkerung werde älter, und insbesondere die 50- bis 59-Jährigen seien ein kaufkräftiges Publikum.

Ben Becker will in Salzburg nicht mehr den Tod spielen

4 Jahre lang hat Ben Becker bei den Salzburger Festspielen im "Jedermann" den Tod gespielt. Ab nächstem Jahr aber will er das nicht mehr tun, weil er zu oft mit dem Tod in Berührung gekommen sei: "Ich bin einmal dran vorbei geraschelt und ich hab ganz viele Freunde verloren und ich hole ganz ungern Herrn Ofczarek (den Jedermann-Darsteller) von der Bühne und sage 'Jetzt bist tot', ich mag das nicht", sagte Becker.

ARD und ZDF besiegen Private auch nach Olympia

Falls die Privaten hofften, nach Olympia seien sie wieder federführend, haben sie sich getäuscht: Am Montag erreichte der ZDF-Krimi "Unter anderen Umständen" mit 4,47 Mio. die meisten Zuschauer. Die nächsten Plätze gingen mit der ARD-"Tagesschau" (4,11 Mio.), dem ZDF-"heute-journal" (3,86 Mio.) und dem ARD-Film "P.S. Ich liebe dich" (3,56 Mio.) ebenfalls an die Öffentlich-Rechtlichen.