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Festspiele: Regisseur äußert sich kritisch zu Bayreuth ++ Museen: Rekord für Raffaels Madonna in Dresden ++ Musik: "A Chorus Line"-Komponist Marvin Hamlisch gestorben ++ TV-Charts: Sport zieht die Zuschauer wieder an den Schirm

Regisseur äußert sich kritisch zu Bayreuth

Der in Bayreuth gefeierte Regisseur Stefan Herheim hat sich kritisch zu den Arbeitsbedingungen bei den Richard-Wagner-Festspielen geäußert. So sieht er Schwierigkeiten in der Doppelrolle von Katharina Wagner als Festspielchefin und Regisseurin. Die Festspielleitung mit den beiden Halbschwestern Katharina Wagner und Eva Wagner-Pasquier sei eine "zweigeteilte Sache", sagte er in einem Interview mit dem "Nordbayerischen Kurier": "Evas Unterstützung in künstlerischer Hinsicht habe ich zu hundert Prozent. Katharina dagegen ist nicht nur Festspielleiterin, sondern auch selbst Regisseurin. Sie muss den Spagat zwischen diesen beiden Rollen schaffen. Was ihr sicher nicht immer leicht fällt."

Rekord für Raffaels Madonna in Dresden

150.000 Besucher haben Raffaels "Sixtinische Madonna" in Dresden gesehen. Die Schau "Die Sixtinische Madonna. Raffaels Kultbild wird 500" wurde Ende Mai in der Gemäldegalerie Alte Meister eröffnet. Gut 250 Exponate illustrieren erstmals die Geschichte des Gemäldes. Bis zum 26. August werden neben weiteren Werken Raffaels auch Bilder seiner Zeitgenossen aus bedeutenden Museen Europas gezeigt.

"A Chorus Line"-Komponist Marvin Hamlisch gestorben

Der US-Komponist und dreifache Oscar-Preisträger Marvin Hamlisch ist tot. Er starb nach kurzer Krankheit mit 68 Jahren am Montag in Los Angeles. Zu seinen größten Erfolgen zählten die Filmmusiken für "So wie wir waren" (1973) und " James Bond - Der Spion, der mich liebte" (1977). Das Musical "A Chorus Line" (1975), für das er den Pulitzer-Preis erhielt, brachte ihm Ruhm auf dem Broadway und in den Kinos. Mit über 40 Soundtracks galt er als Hollywood-Ikon. Hamlisch dirigierte zudem mehrere US-Symphonieorchester und betreute Barbra Streisand musikalisch.

Sport zieht die Zuschauer wieder an den Schirm

7,99 Mio. Zuschauer weist das Erste für das "Olympia-Telegramm" am Montag ab viertel nach zehn aus. Das Quotenkrönchen gebührt der Leichtathletik, deren Übertragung nach der "Tagesschau" (6,18 Mio.) über fast zwei Stunden 7,21 Mio. sahen, das sind knapp 25 Prozent. Beste Werte bekam auch das Boxen mit 6,35 Mio. (28,9 %). Mehr als 4 Mio. Zuschauer sahen das Wasserspringen ab 23 Uhr.