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Prozess: Akademie der Künste fordert Freiheit für Pussy Riot ++ Kino: Hitchcocks "Vertigo" ist der beste Film aller Zeiten ++ Medien: Bestürzung über frühen Tod von Produzent Günter Stampf ++ TV-Quoten: Die Nachrichten schieben sich vor die Olympia-Wettkämpfe

Akademie der Künste fordert Freiheit für Pussy Riot

Die Akademie der Künste in Berlin fordert die sofortige Freilassung der inhaftierten Musikerinnen der russischen Punkband Pussy Riot. Die Länge der Inhaftierung und das angedrohte Strafmaß seien unverhältnismäßig, sagte Akademie-Präsident Klaus Staeck. Mit ihrer Überreaktion stellten sich die russisch-orthodoxe Kirche und der russische Staat "außerhalb der Standards europäischer Kulturtraditionen". Auch wenn die Aktion der Sängerinnen eine öffentliche Provokation gewesen sei, seien das Verfahren und die hohe Strafandrohung für einen Rechtsstaat unvertretbar.

Hitchcocks "Vertigo" ist der beste Film aller Zeiten

Alfred Hitchcocks filmisches Meisterwerk "Vertigo" hat in einer Expertenumfrage nach 50 Jahren "Citizen Kane" von Orson Welles als bester Film aller Zeiten verdrängt. Seit 1962 stand zuvor "Citizen Kane" ununterbrochen auf Platz eins der Liste der Fachzeitschrift "Sight and Sound" des britischen Film-Instituts, die nur alle zehn Jahre neu aufgestellt wird. An der Umfrage, die seit 1952 stattfindet, nahmen laut Magazin 864 Filmkritiker und andere Branchenexperten teil. Sie wählten Alfred Hitchcocks Thriller von 1958 mit James Stewart und Kim Novak in den Hauptrollen mit 34 Stimmen Vorsprung auf Platz eins der besten Filme. Auf Platz drei folgt "Tokyo Story" von Ozu Yasujiro (1953).

Bestürzung über frühen Tod von Produzent Günter Stampf

Mit Bestürzung haben Senderverantwortliche von RTL und RTL II auf den frühen Tod des TV-Produzenten und früheren "Bild"- und "Bunte"-Journalisten Günter Stampf reagiert. Der gebürtige Österreicher war im Alter von nur 43 Jahren "überraschend gestorben", wie seine Firma Stampfwerk mitteilte. Das Unternehmen hatte vor zwei Wochen Insolvenz anmelden müssen. Stampf galt als Experte für Scripted Reality-Formate.

Die Nachrichten schieben sich vor die Olympia-Wettkämpfe

5,46 Mio. Zuschauer entschieden sich am Mittwochabend im ZDF fürs "heute journal", das damit die Tages-Charts deutlich anführt. Mit 4,75 Mio. hatte der Sieg der Deutschen Sabine Lisicki gegen die Weltranglisten-Erste Maria Sharapowa im Tennis die meisten Zuschauer. Am Vormittag schalteten 4,43 Mio. Schwimmen ein. Die Filmkomödie "Und ewig schweigen die Männer" im Ersten hielt laut meedia.de Olympia stand.