Programmreform

RBB zeigt mehr Unterhaltung, Dokus und Regionales

Das RBB-Fernsehen will nach einem Zuschauereinbruch im vergangenen Jahr jünger und schlagfertiger werden.

Am 13. August tritt nun die lange angekündigte Programmreform in Kraft, die vor allem in der Abendschiene auf mehr Unterhaltung, Dokumentation und Regionalbezug setzt. Neues Gesicht ist der "Fritz"-Moderator Chris Guse, der mit der Late-Night-Show "GuseBerlin - Die Show, die niemals schläft" von seiner Kreuzberger Dachterrasse aus die Stadt und das Weltgeschehen kommentieren soll. "Titel, Thesen, Temperamente"-Moderator Dieter Moor wird eine Büchersendung präsentieren. "Wir machen das volle Programm für Berlin und Brandenburg. Es lohnt sich, auch nach 20 Uhr bei uns einzuschalten", warb Programmdirektorin Claudia Nothelle gestern bei der Vorstellung des Konzepts im Sendezentrum an der Berliner Masurenallee.

Neben dem Programm wird auch das Design mit dem roten RBB-Logo moderner und schicker. Im vergangenen Jahr war der Marktanteil des RBB-Fernsehens abgestürzt. Lediglich regionale Programme wie die "Abendschau" sind bislang Quotengaranten. Mit der Strukturreform sollen nun die Stärken des Senders in den Vordergrund rücken. Eine Studie aus dem vergangenen Jahr hatte ergeben, dass die Zuschauer das Programm zwar regional gut, informativ und bürgernah finden, allerdings auch etwas langweilig und betulich.