Geschichte

Lenin in der Zitadelle: Denkmäler 2014 in einer Ausstellung

Die geplante große Ausstellung mit Berliner Denkmälern soll wegen Bauproblemen erst im Juni 2014 eröffnet werden.

Ursprünglich sollte die Schau mit etwa 150 Büsten und Statuen ab dem 18. Jahrhundert in der Spandauer Zitadelle bereits 2013 fertig sein.

Zudem erhöhten sich die Kosten auf 14 Millionen Euro, sagte die Historikerin Andrea Theissen. Für die Ausstellung "Enthüllt. Berlin und seine Denkmäler" mit tonnenschweren Figuren wird das riesige, frühere Proviantmagazin aus dem 16. Jahrhundert umgebaut. Kernstück soll der Kopf des Lenin-Denkmals werden, das nach dem Mauerfall im Ostteil Berlins abgeräumt wurde. In dem Film "Good Bye, Lenin" ist diese Szene zu sehen. Die 19-Meter-Figur aus rotem Granit ist noch in einem Waldstück im Ortsteil Köpenick verbuddelt, der 1,70 Meter hohe Kopf soll im kommenden Jahr geborgen werden. "Für das ganze Denkmal sind die Räume nicht hoch genug", sagte Theissen.

"Wir machen keine Kunstausstellung, sondern eine Ausstellung zur Geschichte", hob die 60-Jährige hervor. Als Zeichen politischer Herrschaft, ideologischer Legitimation oder als Orte des Gedenkens veranschaulichten Berliner Denkmäler deutsche Vergangenheit. "Sie wurden abgerissen, umgesetzt, in Depots abgestellt oder vergraben."