Kunst

Documenta: Besucher lieben die Hunde-Rundgänge

Halbzeit bei der documenta - und von Kritik und Skandalen kaum eine Spur.

Dafür steuert die weltweit wichtigste Schau der zeitgenössischen Kunst auf einen Besucherrekord zu. Bis gestern, zur Halbzeit der Schau nach genau 50 Tagen, rechneten die Macher mit rund 378.000 Besuchern. Bei der zwölften Ausgabe im Jahr 2007 waren es zur Halbzeit 330.000 und am Ende rund 750.000 Besucher. Documenta-Geschäftsführer Bernd Leifeld ist auch hochzufrieden. "Diese Ausstellung ist präzise, nicht beliebig. Jedes Kunstwerk spricht für sich." Auch diese documenta habe Maßstäbe festgelegt, "an denen sich andere abarbeiten".

Ein Highlight der Weltkunstschau sind die Rundgänge für Menschen und Tiere in der weitläufigen Aue. "Wir haben eine wahnsinnig tolle Nachfrage", sagte Dagmar Klauer vom Organisationsbüro. Bei den wöchentlichen "Multispezies-Touren" sollen laut Ankündigung Kunstwerke erkundet werden, "die hauptsächlich für nicht-menschliche Besucher geschaffen wurden". Die Führungen durch die Karlsaue übernehmen vier speziell geschulte Hundebesitzer zusammen mit ihren Hunden. Anmelden können sich documenta-Besucher mit zwei, vier und - sollte es da Bedarf geben - auch mehr Beinen. Bislang haben aber nur Menschen und Hunde teilgenommen.