Kunst

Documenta in Kassel vermeldet bereits vor Halbzeit Rekord

Das Schöne an der aktuellen Documenta in Kassel ist, dass der Besucher mit der Kunst durch ganz Kassel streift und dabei Orte und Ecken entdecken kann, die diese Stadt in einem ganz anderen Licht zeigt.

Einer der Höhepunkte ist sicher die Öffnung des alten Hugenottenhauses in der Innenstadt, aber auch der Weinbergsbunker ist eine Entdeckung. Auch die Kasseler Karlsaue, der prächtige Barockpark, wurde in ein Freilichtmuseum verwandelt. Weit verstreut gelangt man von Holzhütte zu Holzhütte, die von verschiedenen Künstlern mit verschiedenen Medien bespielt werden. Drei Stunden sollte man für diesen rundum spannenden Rundgang locker einplanen. Kurzum: diese Documenta, die dreizehnte ihrer Art, ist eine urbane Schnitzeljagd.

Das haben die Besucher offenbar schnell erkannt. Und Kassel freut sich:

Die große Zahl der verkauften Karten schon kurz vor der Halbzeit ist Rekord. Das seien bereits rund 70 Prozent mehr als bei der gesamten 12. Ausgabe der Weltkunstausstellung 2007, teilte die Documenta gestern mit. Ein Künstlerpaar aus Bonn hat die 10.000 Dauerkarte für die Kunstausstellung bekommen - gratis. Die Ausstellung sei in Kassel angekommen, sagte Geschäftsführer Bernd Leifeld: "Das ist eine Erfolgsgeschichte."

Bei der Documenta 2007 wurden 5901 Dauerkarten an den Mann gebracht und insgesamt 750.000 Besucher gezählt. Genaue Besucherzahlen sollen zur Halbzeit der diesjährigen Ausstellung bekanntgegeben werden. Die Documenta läuft exakt hundert Tage.