Museum

Kronprinzenpalais: Neue Zwischenlösung für die Alten Meister?

Im Streit um das neue Museum der Moderne in Berlin fordern SPD und Grüne eine verlässliche Planung.

SPD-Kulturexpertin Brigitte Lange sagte am Mittwoch, die Stiftung Preußischer Kulturbesitz müsse schnellstmöglich ein tragfähiges Gesamtkonzept mit exakten Zeitangaben erstellen. Die Grünen-Abgeordnete Sabine Bangert warnte vor "halbherzigen Zwischenlösungen" für die Sammlung Alter Meister.

Diese Sammlung soll für das geplante Museum der Moderne vom Kulturforum an der Potsdamer Straße in das - allerdings zu kleine - Bode-Museum umziehen. "Die Idee, die Alten Meister zurück auf die Museumsinsel zu holen, ist lange bekannt und als Teil des Masterplans der Stiftung Preußischer Kulturbesitz nach wie vor richtig", sagte Lange (SPD). Sie sei überzeugt, dass die Alten Meister auch in der Interimsphase eine würdige Präsenz in der Stadt haben würden. Dafür müssten neben dem Bode-Museum auch zahlreiche Sonderflächen verbindlich zur Verfügung gestellt werden.

Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) hatte dafür am Dienstag das Kronprinzen- und Prinzessinnenpalais Unter den Linden ins Gespräch gebracht. Das Haus war von 1919 bis 1939 das damals erste Museum für zeitgenössische Kunst weltweit. Heute ist es weitgehend ungenutzt. Grünen-Kulturexpertin Bangert begrüßte Neumanns Vorschlag. "Die Sammlung der Gemäldegalerie ist ein wahrer Schatz in dieser Stadt", erklärte sie. "Erst wenn die Voraussetzungen für eine umfängliche und ihrer Bedeutung entsprechende Präsentation der Gemäldesammlung realisiert sind, sollte der Umzug der Gemäldesammlung vollzogen werden."