Kunst

Taschenlampentrick: Olafur Eliasson bringt Sonne in die Tate

Mit einer Taschenlampe in Form einer Sonne will der dänisch-isländische Künstler Olafur Eliasson Licht in die Londoner Tate Modern und in die ganze Welt bringen.

Bei dem Projekt "Little Sun" können Besucher mit Hilfe der solarbetriebenen Lampen in der Ausstellungshalle an der Themse Licht-Graffiti malen. Gleichzeitig liefern eine Ausstellung und das dazugehörige Sonderprogramm Informationen über Solarenergie, die Bedeutung des Lichts und die weltweiten Energieprobleme. Doch das Ganze soll über die Kunst hinaus gehen. Die Lampen können für 16,50 Pfund (rund 21 Euro) gekauft werden. Aus dem Erlös sollen Lampen in Länder der Dritten Welt und Regionen verschickt werden, in denen es keine oder nur sporadisch Elektrizität gibt. Dorthin sollen sie umweltfreundlich Licht bringen. Sie können auch über das Internet gekauft werden. Neben dem Künstler Eliasson hat der Entwickler Frederik Ottesen an den Sonnen-Lampen mitgearbeitet. "Licht ist für jeden da - es bestimmt, was wir tun und wie wir es tun", erklärt Eliasson. "Ein Teil des Kunstwerks sind die Lampe und die Aktivitäten, die sie möglich machen. Der andere ist die erfolgreiche Verteilung der Lampen an abgelegene Orte, die Reise von der Produktion bis zum Gebrauch." Die Schau beginnt am 28. Juli und dauert bis zu 23. September. Eliasson war bereits einmal Gast in der Tate Modern.