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Produktionsfirma des Ludwig-Musicals stellt Insolvenzantrag

Das Allgäuer Ludwig-Musical scheint unter keinem guten Stern zu stehen.

Die Aufführungstermine für diesen Sommer sind gestrichen, die Produktionsfirma hat einen Insolvenzantrag gestellt. Schon die ersten beiden Ludwig-Musicals in Füssen waren pleite gegangen.

Die Produktionsfirma des Musicals mit Sitz in Hessen habe Ende Mai einen Insolvenzantrag gestellt, sagte eine Sprecherin des Wiesbadener Amtsgerichts und bestätigte einen Bericht der "Süddeutschen Zeitung". Der Liedermacher Konstantin Wecker ist einer der Gläubiger: Er will über den Musikrechtevertreter Gema die Rechte an seiner Musik zurückfordern. Er hat große Zweifel an einer Neuauflage: "Ich kann mir das nicht vorstellen momentan - wer soll das machen?"

Im Füssener Festspielhaus hatte es zuvor zwei Versuche gegeben, das kurze Leben und den mysteriösen Tod des legendären Bayern-Königs aufzuführen. Der Spielbetrieb in einem eigens erbauten Musical-Theater wurde allerdings beide Male wegen Geldnot und ausbleibender Zuschauer eingestellt. Im 125. Todesjahr von Ludwig II. kehrte der Märchenkönig 2011 auf die Bühne zurück - allerdings nicht mehr in Füssen, sondern in der Kemptener Veranstaltungshalle BigBox, zuletzt am 28. August vergangenen Jahres.