Museen

Ältestes deutsches Literaturarchiv in Weimar wiedereröffnet

Das Goethe- und Schiller-Archiv in Weimar präsentiert sich nach zweijähriger Sanierung in neuem Glanz.

Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) sprach bei der Wiedereröffnung am Donnerstag von einem großer Schritt zur Verwirklichung des Masterplans "Kosmos Weimar" der Weimarer Klassik-Stiftung. Die Bundesförderung des Gesamtvorhabens mit 45 Millionen Euro sei "ein eindeutiges Bekenntnis" zur nationalen Bedeutung der Thüringer Kulturstadt. Im Rahmen des Masterplans wurde das Archiv seit 2010 für elf Mio. Euro saniert und erweitert. Im Kellergeschoss entstanden ein neues Magazin und Büroflächen. Im Obergeschoss wurden Restauratorenwerkstätten eingerichtet.

Mit seinen Beständen aus dem 18. bis 20. Jahrhundert gilt die Einrichtung als ein zentrales Archiv für Literatur und Kunst von der Klassik bis zur Moderne. Das Archiv war bei seiner Einweihung 1896 der erste Neubau für ein Literaturarchiv in Deutschland. Zunächst 1885 als Goethe-Archiv gegründet, wurde es 1889 um den Nachlass von Friedrich Schiller erweitert. Heute werden über 130 Autorennachlässe sowie Archive von Institutionen wie der Shakespeare-Gesellschaft, der Schiller-Stiftung und des Insel-Verlags bewahrt. Das Goethe- und Schiller-Archiv ist eine der 25 Einrichtungen der Klassik-Stiftung, die seit 1998 zum Welterbe der Unesco gehören.