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Kunst: Protest gegen Auszug der Gemäldegalerie ++ Kulturpolitik: Gefährdete Einrichtungen kommen auf "Rote Liste" ++ Kunst: Isoliertes Weißrussland feiert Chagall ohne Gemälde ++ TV-Charts: Die Privaten sind auch ohne Fußball chancenlos

Protest gegen Auszug der Gemäldegalerie

In einem offenen Brief an den Kulturstaatsminister Bernd Neumann kritisiert der Verband Deutscher Kunsthistoriker mit Sitz in Bonn die Pläne, wonach die Berliner Gemäldegalerie am Kulturforum zugunsten der Neuen Nationalgalerie umziehen soll, die saniert werden muss und ein neues Domizil braucht. Das würde auf "unabsehbare Zeit lediglich eine massive reduzierte Auswahl an Kunstwerken zugänglich" machen, heißt es in der Mitteilung. Der Verband fordert von Neumann, "die Rücknahme der bisherigen Pläne zu bewirken".

Gefährdete Einrichtungen kommen auf "Rote Liste"

Der Deutsche Kulturrat führt künftig eine "Rote Liste" bedrohter Kultureinrichtungen in Deutschland. Analog zu der Roten Liste bedrohter Tier- und Pflanzenarten sollen in jeder Ausgabe der vom Kulturrat herausgegeben Zeitschrift Politik & Kultur gefährdete oder bereits geschlossene Kulturinstitutionen vorgestellt werden, kündigte Geschäftsführer Olaf Zimmermann an. Aktuell stehen vier Einrichtungen auf der "Roten Liste": die Theaterburg Roßlau (Sachsen-Anhalt), das Archiv der Jugendkulturen in Berlin, die Nordwestdeutsche Philharmonie Herford und das Kino Streit's in Hamburg.

Isoliertes Weißrussland feiert Chagall ohne Gemälde

Bei den Feiern zum 125. Geburtstag des Malers Marc Chagall (1887-1985) muss das international isolierte Weißrussland ohne Originalgemälde auskommen. In Witebsk, wo der ostjüdische Maler am 7. Juli 1887 geboren wurde, kann das Chagall-Museum nur mit Druckgrafiken aufwarten. Nach Angaben der Museumsleitung gab es in dem autoritär geführten und verarmten Land schon seit 2005 keine Schau mit Originalgemälden Chagalls mehr. Es fehle das Geld für eine Jubiläumsausstellung, sagte Museumschefin Ljudmila Chmelnizkaja.

Die Privaten sind auch ohne Fußball chancenlos

Auch ohne Fußball lagen am Fernsehmontag die Öffentlich-Rechtlichen vorn: Der ZDF-Film "Richterin ohne Robe" (4,63 Mio.) landete auf Platz 1, gefolgt von der 20-Uhr-"Tagesschau" des Ersten (4,31 Mio.). Das "heute-journal" im ZDF schalteten 3,95 Mio. ein, Platz 4 belegte die ARD-Doku "Held aus dem Dschungelbuch" (3,48 Mio.). Stärkstes Programm der Privatsender war "RTL aktuell" mit 3,40 Mio. auf Platz 5, dahinter platzierte sich die Doku-Soap "Wir retten Ihren Urlaub!" (RTL) mit 3,16 Mio. Zuschauern.