Rekord

Freier Eintritt: 120.000 Besucher bei der Berlin Biennale

Die 7. Berlin Biennale hat mit mehr als 120 000 Besuchern einen neuen Rekord verzeichnet und eine positive Bilanz gezogen - trotz massiver Kritik.

Die Biennale habe mit ihrer Aktionskunst rund 40.000 Interessierte mehr als in den vergangen Jahren angezogen, sagte der Sprecher der Kunstausstellung, Denhart von Harling. Dies sei auch durch den eingeführten freien Eintritt zu allen Veranstaltungen bedingt gewesen.

Artur Zmijewski, Leiter der Biennale, verwandelt die Veranstaltung in ein unübersichtliches Basiscamp für Demokratie. Die Politik habe, so Harling, eine so große Rolle gespielt wie nie zuvor. Ein Beispiel sei die Aktion gegen einen Rüstungskonzern, die den Export von Panzern nach Saudi-Arabien verhindern sollte. "Die Diskussion über den Waffenhandel wurde dadurch noch einmal ganz anders in die Öffentlichkeit gebracht." Weitere Themen waren Rassismus, Sexismus, Islampolitik, Nahostpolitik, Homophobie, Drogenkriminalität.

Schlusspunkt des breit aufgestellten Programms am Sonntag war der von Pawel Althamer initiierte "Draftmen's Congress" - der Kongress der Zeichner, bei dem in einer Kirche in Mitte aufgestellte Wände gemeinschaftlich bemalt wurden. Die von der Kulturstiftung des Bundes mit rund zwei Millionen Euro geförderte Biennale wird alle zwei Jahre vom Berliner KW Institute for Contemporary Art organisiert.