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Musik: Für den Rundfunkrat ist die Orchesterfusion eine Option ++ Museum: Kulturstiftung fördert Kauf von Renaissance-Kunst ++ Film: Regisseurin Katrin Seybold stirbt 68-jährig ++ TV-Charts: Das Erste belegt gleich die ersten fünf Plätze

Für den Rundfunkrat ist die Orchesterfusion eine Option

Die von SWR-Intendant Peter Boudgoust vorgeschlagene Fusion der SWR-Orchester wird wahrscheinlicher. Der Rundfunkrat beschloss die Fusion als realistischste Zukunftsoption. Sollte bis zur nächsten Sitzung Ende September jedoch ein belastbares Alternativkonzept vorliegen, werde sich das Gremium erneut mit dem Thema befassen. Der SWR gibt nach eigenen Angaben fast 30 Millionen Euro - 30 Prozent des Etats der Hörfunkdirektion - für seine Klangkörper aus. Der Sender muss bis 2020 voraussichtlich 166 Millionen Euro einsparen.

Kulturstiftung fördert Kauf von Renaissance-Kunst

Die Kulturstiftung der Länder hat bei einer Sitzung in Kiel über eine Förderung für Museen, Bibliotheken und Archive entschieden. Sie unterstützt beispielsweise das Stadtmuseum Weilheim (Bayern) beim Ankauf von vier Altarflügeln mit Szenen aus dem Leben der heiligen Agathe des süddeutschen Renaissance-Malers Jörg Greimolt. Das Deutsche Literaturarchiv in Marbach wird beim Ankauf von Briefen des Dichters Rainer Maria Rilke an die Psychoanalytikerin Lou Andreas-Salomé gefördert.

Regisseurin Katrin Seybold stirbt 68-jährig

Die mit internationalen Preisen ausgezeichnete Münchner Filmemacherin Katrin Seybold ist tot. Wie die Berliner Akademie der Künste mitteilte, starb sie am Mittwoch in München im Alter von 68 Jahren. Seybold war seit 1994 Mitglied der Akademie. Sie hatte in ihren Werken immer wieder die Verbrechen des Nationalsozialismus thematisiert, besonders an den Sinti. Der Film "Es ging Tag und Nacht, liebes Kind" (1982) wurde für ihr Schaffen von zentraler Bedeutung. "Die Widerständigen - Zeugen der Weißen Rose" war ihr letzter Film, er wurde 2008 nach jahrelanger Arbeit fertiggestellt.

Das Erste belegt gleich die ersten fünf Plätze

Die höchste Zuschauerzahl erreichte das EM-Halbfinale zwischen Deutschland und Italien zu Beginn der zweiten Halbzeit mit fast 29 Millionen. Doch die Hoffnung auf ein Weiterkommen schwand, insgesamt verabschiedeten sich rund eine Million Zuschauer vor dem Ende. In den Tages-Charts belegt Das Erste die Ränge 1 bis 5: Die Halbzeit-"Tagesthemen" kamen auf 24,06 Mio. Zuschauer, das "EM-Studio" auf 12,96 Mio. und die 20-Uhr-"Tagesschau" auf 7,22 Mio. Selbst "Waldis Club" (3,09 Mio.) konnte sich vor der Konkurrenz behaupten.