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Berliner Produktion plant Film über Julian Assange

Eine Berliner Produktionsfirma plant einen Film über den Wikileaks-Gründer Julian Assange.

"Es geht um einen fiktionalen Stoff, den wir mit Cyril Tuschi zusammen entwickeln", sagte Produzent René Römert und bestätigte damit Medienberichte. Laut Römert soll es keine Filmbiografie oder Skandalgeschichte werden. Der Australier hatte sich 2010 mit der Veröffentlichung von geheimen US-Militärdokumenten deutlichen Unmut in Washington zugezogen.

Ergründet werden solle, was einen Menschen wie Assange ausmache, der so im Rampenlicht stehe, so hohe Ideale habe, aber auch Fehler mache. "Es geht um die Person", betonte Römert. Besetzung und Drehbeginn stehen demnach noch nicht fest. Filmemacher Tuschi hatte sich bereits in der kremlkritischen Doku "Chodorkowski" an einen heiklen Stoff gewagt: Darin geht es um Russlands berühmtesten Häftling und Ex-Ölmilliardär Michail Chodorkowski.

Assange kämpft seit eineinhalb Jahren gegen seine Auslieferung von Großbritannien nach Schweden. In dem skandinavischen Land werden ihm mehrere Sexualdelikte vorgeworfen. Er selbst sieht hinter den Anschuldigungen politische Motive. Um einer Überstellung an die USA zu entgehen, hatte er vergangene Woche in der Botschaft Ecuadors in London Zuflucht gesucht und einen Antrag auf politisches Asyl gestellt.

Sollte der Australier das unter diplomatischem Schutz stehende Botschaftsgebäude verlassen, droht ihm unverzüglich die Festnahme durch britische Beamte, weil er gegen seine Bewährungsauflagen verstoßen hat.