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Karl-May-Spiele: Winnetou alias Erol Sander reitet durch Bad Segeberg ++ Kulturpolitik: Kisseler droht mit Kündigung im Fall der Elbphilharmonie ++ Literatur: Wolfgang-Koeppen-Preis für Anna Katharina Hahn ++ TV-Quoten: Gegen einen Viertelfinal-Sieg kommt keiner an

Winnetou alias Erol Sander reitet durch Bad Segeberg

Mit der Premiere von "Winnetou II" sind die Karl-May-Spiele in Bad Segeberg eröffnet worden. Die Hauptrolle des Indianerhäuptlings spielt Erol Sander, den viele Fernsehzuschauer als Kommissar aus der ARD-Reihe "Mordkommission Istanbul" kennen. Eine Gastrolle hat Ex-Viva-Star Mola Adebisi, der den Saloonbesitzer Massa Bob gibt. "Winnetou II" wird bis zum 2. September vier Mal pro Woche aufgeführt. Die Festspiel-Tradition reicht zurück ins Jahr 1952, als die Stadt entschied, aus dem Steinbruch am Kalkberg ein Freilichttheater für die Geschichten Karl Mays zu machen.

Kisseler droht mit Kündigung im Fall der Elbphilharmonie

Im Streit um die Elbphilharmonie hält Hamburgs Kultursenatorin Barbara Kisseler eine Kündigung der Verträge mit dem Bauunternehmen Hochtief weiterhin für möglich. "Sollte sich in den nächsten Wochen nicht signifikant etwas auf der Baustelle bewegen", so Kisseler, "werden wir handeln." Vor einer Woche hatte Hochtief angekündigt, die Arbeiten wieder aufzunehmen, nachdem die Stadt ein Ultimatum bis zum 31. Mai gesetzt hatte. Die Arbeiten an dem Konzerthaus, das die Stadt mindestens 323 Millionen Euro kosten wird, ruhen seit Herbst 2011.

Wolfgang-Koeppen-Preis für Anna Katharina Hahn

Der Wolfgang-Koeppen-Literaturpeis der vorpommerschen Hansestadt Greifswald ist an die Stuttgarter Schriftstellerin Anna Katharina Hahn verliehen worden. Mit der Preisverleihung wurden zugleich die diesjährigen Koeppentage eröffnet. Das Literaturfestival geht bis zum 30. Juni. Die Laudatio auf die 41-jährige und in Ruit auf den Fildern geborene Anna Katharina Hahn hielt der Berliner Autor Joachim Lottmann, der als letzter Preisträger das Vorschlagsrecht für den Preis hatte.

Gegen einen Viertelfinal-Sieg kommt keiner an

Der deutsche Viertelfinal-Sieg gegen Griechenland war natürlich das dominierende TV-Programm des Freitags. Allerdings: Mit 26,80 Mio. Zuschauern im ZDF blieb es unter den Zahlen der Vorrunden-Matches gegen die Niederlande und Dänemark, die beide über die 27-Mio.-Marke gesprungen waren. Jenseits aller Fußballsendungen war die Konkurrenz jetzt wieder ziemlich chancenlos. "Markus Lanz" erreichte laut meedia.de mit 4,02 Mio. ebenfalls noch Top-Zahlen, musste aber der 20-Uhr-"Tagesschau" des Ersten (4,11 Mio.) den Vortritt lassen.