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Kunst: Olafur Eliasson in Akademie der Künste aufgenommen ++ Offener Brief: Schlöndorff protestiert gegen Festnahme von Atabajew ++ Kino: "Footnote" bei Jüdischem Filmfestival ausgezeichnet ++ TV-Quoten: Beim Fußball gibt es einen neuen Zuschauerrekord

Olafur Eliasson in Akademie der Künste aufgenommen

Der dänische Künstler Olafur Eliasson (45) ist in die Berliner Akademie der Künste aufgenommen worden. Insgesamt wählte die Institution bei ihrer jüngsten Vollversammlung 16 neue Mitglieder. Alle hätten die Wahl inzwischen angenommen, heißt es. Neben Eliasson gehören zu den Neulingen der Opernregisseur Barrie Kosky, Theatermacher René Pollesch, die Autorinnen Monika Rinck und Kathrin Röggla sowie der Fotograf Wolfgang Tillmans. Die Akademie ist eine internationale Gemeinschaft von Künstlern. Derzeit hat sie 412 Mitglieder.

Schlöndorff protestiert gegen Festnahme von Atabajew

Volker Schlöndorff hat in einem Offenen Brief gegen die Verhaftung des kasachischen Regisseurs und Autors Bolat Atabajew protestiert, der wegen "Anstiftung zu sozialer Unruhe" festgenommen wurde. Atabajew war Co-Autor von Schlöndorffs Film "Ulzhan" und half ihm bei der Suche nach Schauspielern. "Es ist für mich vollkommen unvorstellbar", schreibt Schlöndorff an den zuständigen Richter, "dass Bolat Atabajew je etwas anderes als kreative künstlerische Arbeit geleistet hat." Ende August soll Atabajew in Weimar die Goethe-Medaille entgegennehmen.

"Footnote" bei Jüdischem Filmfestival ausgezeichnet

Auf dem Jüdischen Filmfestival Berlin-Potsdam ist "Footnote" von Joseph Cedar als bester israelischer Film mit dem Gershon-Klein-Filmpreis ausgezeichnet worden. Das in diesem Jahr für den Auslands-Oscar nominierte Familiendrama handele von zwei Professoren für Talmud-Studien, die die größten Rivalen und zugleich Vater und Sohn sind. Den Preis für den besten deutschen Dokumentarfilm mit jüdischer Thematik erhielt David Fisher für "Six Million And One".

Beim Fußball gibt es einen neuen Zuschauerrekord

Das spannende 2:1 gegen Dänemark hat dem Ersten einen neuen Zuschauerrekord für die Spiele der Fußball-EM 2012 beschert: 27,65 Mio. sahen das Match am Sonntagabend - das waren sogar mehr als beim Klassiker gegen die Niederlande. Die direkte Konkurrenz hatte es naturgemäß extrem schwer, am wenigsten schlecht lief es noch für "Das Traumschiff" (3,08 Mio.) im ZDF. Im Vorprogramm lief es laut meedia.de deutlich besser: "heute" kam um 19 Uhr auf 2,72 Mio., "Berlin direkt" auf 3,19 Mio. und das "ZDF spezial" auf 3,04 Mio. Zuschauer.