Kunst

Grafik-Ausstellung von Neo Rauch in seiner Heimatstadt

Der Maler Neo Rauch kehrt nach Aschersleben, den Ort seiner Kindheit, zurück - mit einer Grafikschau.

In neuen Räumen sind ab Freitag Lithografien und andere grafischen Arbeiten des 52-Jährigen zu sehen. Der öffentlichkeitsscheue Rauch wird dazu persönlich erwartet. 2010 schon hatte er der Stadt Aschersleben eine vollständige Auflage seines grafischen Werkes geschenkt; inzwischen gibt es eine gemeinsame Stiftung. Der Künstler kam in Leipzig zur Welt, wuchs aber in Aschersleben bei seinen Großeltern auf. Er gilt als Wegbereiter der "Neuen Leipziger Schule" und zählt zu den wichtigsten deutschen Künstlern der Gegenwart.

Rauch hatte der Stadt Aschersleben aus persönlicher Verbundenheit sein seit 1993 entstandenes grafisches Werk geschenkt. Dazu gehören auch Arbeiten, die erst noch entstehen: Von jedem weiteren Motiv kommt noch ein Blatt hinzu. Inzwischen sind es etwa 65, wie die Galerie Eigen+Art in Berlin mitteilte. Rund ein Viertel davon wird in der ersten Ausstellung zu sehen sein - auf 375 Quadratmetern.

Rauch hat zusammen mit der Galerie Eigen+Art und der Stadt Aschersleben eine Stiftung gegründet. Mit ihr soll das gesamte grafische Werk des Künstlers bewahrt und gepflegt werden. Die Stiftung verleiht auch einen Förderpreis und vergibt Stipendien an besonders begabte junge Künstler.