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Medien: "Focus" protestiert gegen Zensur von Titelbild im Internet ++ Bühnen: Theaterleiter Helmut Schäfer: Theater ist kein Reality-Format ++ Ehrung: Stern der Satire für Marlene Dietrich in Mainz ++ TV-Quoten: Hertha-Schicksalsspiel unterliegt Krimiserie

"Focus" protestiert gegen Zensur von Titelbild im Internet

Das Nachrichtenmagazin "Focus" hat gegen die Zensur seines aktuellen Titelbilds durch einen Online-Vertreiber protestiert. Wie "Focus" erklärte, erschien die digitale Ausgabe am Wochenende verzögert und mit verändertem Cover. Die Maßnahme sei vom E-Kiosk-Betreiber Zinio aus Furcht vor Sanktionen durch den Gerätehersteller Apple ergriffen worden. Das Titelbild des aktuellen "Focus" zeigt das Schwarzweißfoto einer Frau mit nackter Brust; es soll die Titelgeschichte zum Thema Haut illustrieren. Bei Zinio wurde ein Balken mit der Aufschrift "Zensiert" über die Brust gelegt.

Theaterleiter Helmut Schäfer: Theater ist kein Reality-Format

Der Künstlerische Leiter des Theaters an der Ruhr, Helmut Schäfer, ist für ein Theater, das über das Gegebene hinaus weist. Theater zeige nicht einfach das, was ist, sagte er am Wochenende in Bonn. Auf einer Tagung der Evangelischen Akademie im Rheinland betonte er, das Theater unterscheide sich von allen Reality-Formaten, wie sie vor allem im Fernsehen immer beliebter werden. "Theater ist ein Raum, dessen Wahrheit darin besteht, Schein zu sein." Nur so könne Theater im Blick auf Wahrnehmung und Wirklichkeit produktiv bleiben.

Stern der Satire für Marlene Dietrich in Mainz

Hollywood-Star Marlene Dietrich (1901-1992) hat nun auch in Mainz einen Stern - auf dem "Walk of Fame der Satire". Das Deutsche Kabarettarchiv würdigte damit am Sonntag ihre Erfolge als Chansonsängerin. Der Stern auf dem Trottoir vor dem Archiv erstrahle aber auch für die Haltung Dietrichs hinter ihren Chansons. Sie habe weltweit gegen Faschismus, Rassenhass und Krieg angesungen. Seit 2004 erinnert der "Walk of Fame" an Künstler aller Spielformen der Satire, unter anderem Loriot, Hanns Dieter Hüsch oder Kurt Tucholsky.

Hertha-Schicksalsspiel unterliegt Krimiserie

Ganz Berlin zitterte um die Zukunft von Hertha. Bundesweit war das Interesse an dem Schicksalsspiel aber eher gering. Die Fußball-Liveübertragung sahen nur 5,72 Millionen Zuschauer im Ersten - ungewöhnlich wenig für ein Bundesliga-Spiel. Die neue Folge von "Ein starkes Team" im ZDF kam dagegen auf 5,96 Mio. und damit auf Platz Zwei. Den Tagessieg holte sich indes das ARD-Flaggschiff "Tagesschau" mit 6,95 Mio.