Debatte

Urheberrecht: Merkel fordert Bewegung auf allen Seiten

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich im Streit um das Urheberrecht für einen "temporären Schulterschluss" zwischen der Kreativbranche und der Politik ausgesprochen.

"Das Thema muss gelöst werden", sagte Merkel beim Filmempfang der CDU/CSU-Bundestagsfraktion in Berlin. "Alle Seiten müssen sich ein Stück bewegen." Skeptisch äußerte sich die Kanzlerin zu einem möglichen Alleingang in Deutschland. "Das Dilemma dieser Regelung besteht ja auch darin: Man kann sich Zuhause auf das Schönste einigen, aber es gibt so viele Umgehungsmöglichkeiten, dass wir das nur in einer internationalen Diskussion schaffen."

Derzeit herrscht Merkels Worten zufolge eine "Waffenungleichheit" zwischen den Experten im Internet und denen, die im Umgang mit den modernen Kommunikationsmedien noch ungeübt sind. "Das kann in einer Demokratie nicht sein", warnte sie. Nötig sei eine entschiedene Diskussion, die sich auch vor einer Massenbewegung im Internet nicht wegducke. Die Präsidentin der Deutschen Filmakademie, Iris Berben, forderte eine rasche Lösung. "Ohne Urheberschutz bleibt im Kino das Licht aus."