Deutsche Symphonie-Orchester Berlin

Mit Tugan Sokhiev kommt mehr Russisches in die Philharmonie

Selbstbewusst schaut der neue Chefdirigent über die Stadt

. Mit Tugan Sokhiev auf dem Cover der Saisonbroschüre 2012/13 wirbt das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin (DSO). Der Russe hat einen Frack an, aha, soll heißen, er ist ein Dirigent alter Schule, die Farben rundum sind freundlich gehalten, aha, der Mittdreißiger gehört zur Generation der umgänglichen Pultherrscher. Das DSO will uns nach dem esoterisch unnahbaren Kent Nagano und dem hemdsärmligen Ingo Metzmacher ein gewandeltes Image ankündigen. Sokhiev, der mittlerweile siebte Chefdirigent des Orchesters, erklärt in der Philharmonie denn auch freundlich souverän seine Pläne. Kurz zusammengefasst: Das DSO wird russischer. Allein in seinen sieben Konzerten stehen Strawinsky, Weinberg, Rimski-Korsakow oder Schnittke auf dem Programm. Mit Prokofjew-Werken entsteht nebenbei eine neue CD-Box. Auch bei den Interpreten bis hin zu Wladimir Kaminer, der als Sprecher in Prokofjews Oratorium "Iwan der Schreckliche" auftritt, geht es russischer zu.

( vbl )