Fernsehen

Gottschalk kommt "mit Sicherheit" in der ARD zurück

Das Ende der Vorabendshow "Gottschalk Live" ist zwar bereits seit vergangener Woche beschlossene Sache, doch ganz ohne den Entertainer geht es dann doch nicht.

Die ARD will die Zusammenarbeit mit Thomas Gottschalk fortsetzen. Davon gehe er "mit Sicherheit" aus, sagte Programmdirektor Volker Herres am Mittwoch nach einer Tagung der ARD-Intendanten in Frankfurt/Main. Sowohl die ARD als auch Gottschalk selbst hätten ein großes Interesse daran. Es gebe auch schon Ideen für neue Sendungsformen, über die sich Herres allerdings noch nicht auslassen wollte.

Selbstkritisch müsse die ARD Fehler bei der Umsetzung des Konzepts von "Gottschalk live" einräumen, so Herres. Zwar sei richtig gewesen, dass die ARD mit dem Sendeformat "etwas Mutiges riskiert" habe. Es hätte aber besser eine "Vorphase" vor dem Start geben sollen, außerdem habe es "handwerkliche Fehler" gegeben. Nach Ausstrahlung der letzten Sendung am 7. Juni werde die ARD im Vorabendprogramm zu der im Herbst 2011 eingeführten Struktur zurückkehren. Dies bedeute wieder mehr Sendezeit für das Boulevardmagazin "Brisant" und einen späteren Beginn für die Seifenoper "Verbotene Liebe". Neu hinzu kommen soll ab 20. Juni freitags ein "Quiz der besonderen Art" mit Dieter Nuhr.

Die vergangene Woche wieder angestoßene Debatte über ein Zuviel an Talkshows im Ersten Programm wolle man lieber sender-intern führen, sagte Herres. Da ein "Shitstorm" von Seiten der Zuschauer bislang ausgeblieben sei, gehe man davon aus, dass "die Akzeptanz in toto in Ordnung" sei.

( ekke )