Finanzierung

Förderung eingestellt: Kulturprojekt Rohkunstbau abgesagt

Das Kunstprojekt Rohkunstbau steht möglicherweise vor dem Aus.

Es sei nicht gelungen, die Finanzierung der diesjährigen Ausstellung sicherzustellen, teilte die Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg als Träger des Projekts mit. Die Stiftung hoffe aber auf eine Fortsetzung im kommenden Jahr. Hintergrund ist das Wegfallen von 60.000 Euro. Das Brandenburger Kulturministerium will das Geld nach zehnjähriger Förderung nicht mehr zahlen.

Ziel der jahrelangen Förderung sei es gewesen, dass die Rohkunstbau-Macher ein nachhaltiges Finanzierungskonzept auf die Beine stellten, sagte ein Ministeriumssprecher. Von der Projektleitung sei erwartet worden, Geldgeber zu finden und Drittmittel einzuwerben. Tatsächlich seien in den vergangenen Jahren immer mehr Förderer abgesprungen. Kriterium für die Förderung eines Projektes durch das Land sei, dass es sich um ein "kulturtouristisches Highlight" mit übergeordnetem Landesinteresse handele. Da aber viele Geldgeber abgesprungen seien, sei für dieses Jahr eine Art Sparvariante geplant gewesen, sagte der Sprecher. "Wir gehen nicht davon aus, das damit die Sichtbarkeit über die Landesgrenzen hinaus noch gegeben gewesen wäre." Die Heinrich-Böll-Stiftung sieht das anders. Bei Rohkunstbau handele es sich um ein seit 18 Jahren von internationalen Künstlern erfolgreich gestaltetes Projekt, das über die Grenzen Brandenburgs hinaus bekannt sei. Im vergangenen Jahr seien 6000 Besucher gekommen.