Festwochen in Wolfsburg

Movimentos startet mit Hommage auf Maurice Béjart

Die Musik ist 100 Jahre alt, die Choreographien ein halbes Jahrhundert - an Kraft und Faszination haben sie nichts eingebüßt

Mit einer Hommage auf den 2007 gestorbenen Choreographen Maurice Béjart hat das internationale Programm der Movimentos-Festwochen der VW-Autostadt in Wolfsburg begonnen. Nach Musik von Igor Strawinsky und Maurice Ravel zeigte das Béjart Ballett Lausanne welch Ausdruckskraft der Moderne Tanz entfalten kann. Das Publikum honorierte die Leistung der Tänzer mit langem Applaus und Jubeln.

Mit Le Sacre du Printemps und L'Oiseau de Feu - beide nach Strawinsky - und dem Boléro von Ravel präsentierte die weltberühmte Compagnie drei der wichtigsten Arbeiten ihres Gründers. Zur zehnten Auflage des Festivals wählten die Organisatoren nicht zufällig die selten an einem Abend aufgeführte Kombination der drei Stücke: Der Schweizer Starchoreograph Béjart wurde 2004 als erster für sein Lebenswerk mit dem Movimentos-Tanzpreis ausgezeichnet.

Mittlerweile hat sich Movimentos einen festen Platz in der europäischen Tanzfestival-Landschaft erobert, jährlich kommen 30.000 Gäste. Damit liegt die Auslastung bei nahezu 100 Prozent. Das historische VW-Kraftwerk mit rund 1000 Plätzen wird dabei zur Bühne.