Osterfestspiele

Salzburg dankt den Berliner Philharmonikern

Die Osterfestspiele Salzburg haben zum Abschluss der Ära der Berliner Philharmoniker eine positive Bilanz gezogen.

Die Ticket-Einnahmen stiegen in diesem Jahr um 14,6 Prozent, wie die Festspiele mitteilten. Die Auslastung im Großen Festspielhaus habe sich auf 88 Prozent verbessert (2011: 81 Prozent). Am Montag waren die Osterfestspiele Salzburg mit "Carmen" unter der Leitung von Simon Rattle zu Ende gegangen. Damit endete sowohl die 45-jährige Salzburg-Ära der Berliner Philharmoniker als auch die zehnjährige künstlerische Leitung durch Rattle. 2013 übernimmt Christian Thielemann die Leitung. Die Bizet-Oper mit Rattle-Gattin Magdalena Kozena als sinnlich wie stimmlich etwas unterbelichtete Carmen offenbarte aber noch einmal eines der Hauptprobleme der Philharmoniker als Opernorchester: Es fehlt ihnen an Praxis und Flexibilität, meist spielen sie zu steif und zu laut. Was auch daran liegen mag, dass Simon Rattle selbst kein genuiner Operndirigent ist. Trotzdem sind bereits jetzt die vier Vorstellungen der "Zauberflöte" am neuen Philharmoniker-Festpielestandort Baden-Baden weitgehend ausverkauft. Am 23. März 2013 wird man sich in direkte Konkurrenz mit Salzburg begeben, wo am selben Abend ein neuer "Parsifal" unter Thielemann Premiere feiert. Mozart wird von Robert Carsen inszeniert, Wagner von Michael Schulz. Die Salzburger "Carmen" mit Jonas Kaufmann als Don José wird am 21. April in Berlin noch einmal konzertant gegeben.