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Urheberrecht: "Tatort"-Autoren protestieren gegen "Umsonst-Kultur"

"Tatort"-Autoren protestieren gegen "Umsonst-Kultur"

In einem offenen Brief an die Piratenpartei, die Grünen, die Linken und die "Netzgemeinde" äußern sich 51 Autoren der ARD-Reihe "Tatort" zur aktuellen Debatte ums Thema Urheberrecht. Die Tatsache, dass eine Reihe von Netzpolitikern eine Umgestaltung oder gar eine Abschaffung dessen fordere, sorgt dabei für Empörung. Kritisiert wird auch "die demagogische Gleichsetzung von frei und kostenfrei": "Die Menschenrechte garantieren in der Tat einen freien, aber doch keinen kostenfreien Zugang zu Kunst und Kultur. Diese politische Verkürzung von Grünen, Piraten, Linken und Netzgemeinde dient lediglich der Aufwertung der User-Interessen, deren Umsonstkultur so in den Rang eines Grundrechtes gehievt werden soll." Die Netzpolitiker hätten sich bislang nicht ernsthaft "mit denen, deren professionelle Produkte die User so begehrenswert finden", befasst.

US-Gigant Barnes & Noble kommt nach Deutschland

Die Nummer eins im stationären Buchhandel der USA kommt nach Deutschland: Barnes & Noble hat in Berlin eine Niederlassung gegründet. Der Handelsregistereintrag beim Amtsgericht Charlottenburg nennt eine Adresse am Potsdamer Platz und Vizepräsident Eugene DeFelice als Geschäftsführer. Damit dürfte sich der Wettbewerb im E-Book-Markt verschärfen, der in Deutschland anders als in den USA noch am Anfang steht. Barnes & Noble verfolge das Ziel, mit seinem Lesegerät Nook auf dem wichtigen deutschen E-Book-Markt Fuß zu fassen, berichtet das Fachmagazin "buchreport". 2011 machten E-Books hierzulande erst ein Prozent des Verlagsgeschäfts aus - verglichen mit mehr als sechs Prozent in den USA. Im Unterschied zu Amazon und Apple verkörpert Barnes & Noble den traditionellen Buchhandel.

Ex-Sat.1-Chef Schawinski kritisiert Harald Schmidt scharf

Den früheren Sat.1-Geschäftsführer Roger Schawinski überraschte Harald Schmidts Scheitern nach eigener Aussage nicht, wie er dem Schweizer "Tages-Anzeiger" sagte. Schmidt sei "ein großes, einmaliges Talent, er ist mutig, hat unglaubliche Fähigkeiten im Ausdruck und in der Formulierung", schon bei der ARD habe er aber seine Unlust zelebriert. Schmidt hatte sich am Dienstantritt Schawinskis 2003 geweigert, den Vertrag für seine Sat.1-Late-Night-Show zu verlängern. Für Schmidts Zukunft sieht Schawinski schwarz: "Ich wüsste nicht, wo der noch hin kann - oder wer ihm noch eine Sendung gibt". Menschlich stellte er Schmidt ein vernichtendes Zeugnis aus: "Schmidt ist der übelste Zyniker, den ich jemals getroffen habe". Dessen Umgang mit den Sendern ARD und Sat.1 nannte er "parasitär und unverfroren".

Museumsbeobachter werden immer oberflächlicher

Der scheidende Kurator des Kölner Museums Ludwig, Kasper König, beklagt die zunehmende Oberflächlichkeit der Besucher. "Eine Ausstellung, die keinen Eventcharakter besitzt, wird kaum noch geschätzt", sagte er dem "Tagesspiegel". Das Publikum heute nehme die Dinge eher an der Oberfläche war. "Es scannt: ,Aha, ein Kirchner, ein Mondrian, ein Warhol'". Alles werde unter moderner Kunst subsumiert, egal ob es 1918, 1928, 1958 oder 1968 entstanden sei. "Die Kunst ist heute Teil der Warenwelt", so König.

Fußball bleibt der König im Fernsehprogramm

Das Champions-League-Viertelfinale mit Bayern München hat die Konkurrenz am Mittwoch komplett platt gemacht. Mit 8,43 Mio. Fans in der zweiten Halbzeit gewann Sat.1 den Tag. Der ARD-Film "Halbe Hundert" erreichte laut meedia.de immerhin noch 4,90 Mio. Leute. "Let's Dance" (4,79 Mio.) und die ZDF-Show "Rette die Million!" (2,78 Mio.) folgten. "Gottschalk Live" kam unterdessen auf 1,07 Mio. Seher und fiel damit zum ersten Mal in dieser Woche wieder unter die Fünf-Prozent-Marke.