Förderung

Kulturstiftung wird 10: 250 Millionen Euro für 2000 Projekte

Vor zehn Jahren wurde die Kulturstiftung des Bundes noch kritisch beäugt, inzwischen ist sie als Motor für viele innovative Kunstprojekte anerkannt. In den zehn Jahren ihres Bestehens konnte sie mit mehr als 250 Millionen Euro rund 2000 Projekte der Gegenwartskultur fördern.

Das Geld stammt aus den Mitteln des Kulturstaatsministers. "Bei ihrer Gründung am 21. März 2002 ist die Kulturstiftung des Bundes wie ein Ufo in der deutschen Kulturlandschaft gelandet", sagte die Künstlerische Direktorin, Hortensia Völckers. Vorausgegangen war ein jahrelanges Tauziehen zwischen Bund und Ländern. Während die Länder auf ihre Kulturhoheit pochten, träumten Bundespolitiker von einer "Nationalstiftung" zur Förderung deutscher Kultur. Der schließlich ausgehandelte Kompromiss war einige Nummern kleiner als erhofft. So wurde die neue Institution neben der 1988 gegründeten Kulturstiftung der Länder etabliert, statt mit ihr zu fusionieren. Zudem wurde der Sitz nicht in die Hauptstadt, sondern nach Halle an der Saale verlegt, um Ängsten vor einem Kulturzentralismus zu begegnen.

Dennoch hat sich die Arbeit nach Einschätzung von Völckers bewährt. "Die Kulturstiftung des Bundes versteht es als ihre Aufgabe, bundesweit Anreize zu geben und Modelle zu entwickeln, wie gesellschaftliche Transformationsprozesse analysiert und begleitet werden können", sagt sie. Gelungene Beispiele für eine Zusammenarbeit unterschiedlichster Kulturträger seien etwa der "Tanzplan Deutschland", das "Netzwerk Neue Musik" und die Initiative "Jedem Kind ein Instrument".