Pausenkritik

"Die Marquise von O..." an der Volksbühne

Die Angelegenheit ist im Grunde delikat: Über die Marquise ist in den Kriegswirren eine Schwangerschaft hereingebrochen.

Sie selbst war zum Zeitpunkt der Empfängnis ohnmächtig. Frank Castorf nimmt den Kleist-Klassiker "Die Marquise von O..." an seiner Volksbühne als Beispiel bizarrer bürgerlicher Bigotterie und gewinnt der Sache dabei allerhand komische Seiten ab. In der Titelrolle brilliert sehr ausdifferenziert Kathrin Angerer. Insgesamt ein ziemlich munteres, bürgerliches Konversationsstück, das bis zur Pause eher Familienkomödie als Lebensdrama sein will.

Ausführliche Kritik morgen.