Handel

Oscar-Statuen sind immer noch gute Auktionsware

Zwei Tage nach der Vergabe der neuen haben ein paar alte Oscars in Los Angeles für klingelnde Kassen gesorgt. Bei einer Versteigerung von 15 der wichtigsten Filmtrophäen der Welt sind nach Angaben des Auktionshauses mehr als drei Millionen Dollar zusammengekommen.

Der jüngste der Oscars war von 1949 - seit 1950 müssen alle Empfänger eine Verpflichtung unterschreiben, dass sie die Statuette nicht verkaufen.

Der mit Abstand teuerste Oscar war der von Herman J. Mankiewicz, der für rund 440 000 Euro wegging. Der Deutschamerikaner hatte ihn genau 70 Jahre zuvor für das Drehbuch von "Citizen Kane" erhalten. Der Film von Orson Welles war für neun Oscars nominiert, gewann aber nur den für das beste Drehbuch. Wobei das allerdings zwei waren, weil Mankiewicz und Welles zusammen an dem Script gearbeitet hatten und auch beide einen Oscar bekamen. Der von Welles war vom gleichen Auktionshaus bereits früher verkauft worden für die Rekordsumme von mehr als 860 000 Dollar. Der älteste der jetzt verkauften Oscars war von 1931. Damals war der erst drei Jahre alte Filmpreis Norman Taurog für seine Regie der Komödie "Skippy" zuerkannt worden. Jetzt kostete die Statuette fast 302 000 Dollar. Der billigste der 15 war ein Technik-Oscar von 1937. Er brachte aber immer noch mehr als 72 000 Dollar ein.