Frankfurt

Städelmuseum eröffnet unterirdischen Erweiterungsbau

Im Frankfurter Städelmuseum ist ein Erweiterungsbau für die Präsentation der Gegenwartskunst eröffnet worden. Die im Garten platzierte unterirdische Ausstellungshalle bringe rund 3000 Quadratmeter zusätzliche Ausstellungsfläche und verdoppelt damit den Umfang der Sammlungspräsentation im Städel, sagte Direktor Max Hollein.

Zu sehen sind 330 Werke, unter anderem von Georg Baselitz, Joseph Beuys, Isa Genzken, Anselm Kiefer, Gerhard Richter und Corinne Wasmuht.

Nach den Angaben des Vorsitzenden der Städel-Administration, Nikolaus Schweickart, kostete der Erweiterungsbau rund 34 Millionen Euro, rund 18 Millionen Euro entfielen auf die Sanierung des Hauptgebäudes und des Gartenflügels. Die Gesamtsumme sei je zur Hälfte von der öffentlichen Hand und privaten Spendern aufgebracht worden, erläuterte Schweickart. Größte öffentliche Geldgeber seien die Stadt Frankfurt mit 16,4 Millionen Euro, das Land Hessen mit rund sechs Millionen Euro und die Stadt Eschborn mit vier Millionen Euro gewesen. Von den 26 Millionen Euro Privatspenden seien 50 Prozent von Mäzenen, 30 Prozent von Stiftungen und 20 Prozent von Finanzunternehmen gekommen.

Das am Mainufer gelegene Städelmuseum war seit Herbst 2007 generalsaniert und erweitert worden. Der Entwurf des Neubaus stammt von den beiden Frankfurter Architekten Michael Schumacher und Till Schneider. In der Ausstellungshalle versorgen 195 kreisrunde Oberlichter die bis zu acht Meter hohe Ausstellungsfläche mit Tageslicht. Die auf zwölf Säulen ruhende Deckenkonstruktion ist sehr flexibel und ermöglicht es, jederzeit ein neues Raumsystem zu verwirklichen.