Bildband

Der Mann, der alle Stars vor seine Kamera bekam

Er muss in einem Atemzug mit Robert Mapplethorpe, Greg Gorman und Bruce Weber gezählt werden, den anderen großen stylischen (und schwulen) US-Fotografen.

Vor zehn Jahren starb Herb Ritts an den Folgen von Aids - Anlass für das Getty Museum in Los Angeles, ab April eine große Retrospektive zu starten. Wem der Weg zu weit ist, der kann schon jetzt sein vielseitiges Werk durchblättern. Ritts hat sich alles autodidaktisch angelernt, eine seiner ersten Arbeiten war ein Porträt seines Freundes Richard Gere an einer Tankstelle. Ab den achtziger Jahren arbeitete Ritts dann für Glanzmagazine wie "Vanity Fair" und "Vogue", für Modeschöpfer wie Calvin Klein und Armani. Berühmt wurde er vor allem für seine Starporträts, aber auch für makellos schöne, stets schwarzweiße Aktfotografien. Eine Quersumme seines Schaffens bietet dieser Prachtband.

Herb Ritts: L.A. Style. Hg. v. Paul Martineau. Mit einem Essay von James Crump. 208 S., 78 Euro.