"CHINAH - China aus der Nähe betrachten"

Kulturjahr in Deutschland soll China näher bringen

Erstmals präsentiert sich China mit einem eigenen Kulturjahr in Deutschland. Unter dem Motto "CHINAH - China aus der Nähe betrachten" sind rund 500 Veranstaltungen mit 1500 Künstlern an verschiedenen Orten geplant: Theater, Konzerte, Lesungen oder Ausstellungen.

Das chinesische Philharmonieorchester unter Leitung des Dirigenten Yu Long spielt am 30. Januar zum Auftakt der Eröffnungswoche in Berlin.

China wolle sich als "fortschrittlich und dynamisch" vorstellen, sagte die Direktorin im Kulturministerium, Hou Xianghua. Die Wahrnehmung Chinas in Deutschland solle verbessert werden. "Wir hoffen, dass wir China den Deutschen näher bringen können." Dialog, Kooperation und Austausch sollen nach Angaben der Organisatoren im Mittelpunkt der Veranstaltungen stehen. Es gehe beim Kulturjahr auch nicht um Propaganda. Die Verantwortlichen wiesen anfängliche Kritik am chinesischen Kulturjahr zurück, die sich am Umgang mit Künstlern wie Ai Weiwei oder auch am Hausarrest und den jüngst wieder hohen Haftstrafen für kritische Intellektuelle entzündet.