Auszeichnung

Erich-Salomon-Preis geht an Fotografen Peter Bialobrzeski

Der Fotograf Peter Bialobrzeski wird mit dem Erich-Salomon-Preis der Deutschen Gesellschaft für Photographie ausgezeichnet.

Der 1961 in Wolfsburg geborene Bialobrzeski sei einer der profiliertesten und engagiertesten deutschen Fotografen, teilte die Gesellschaft in ihrer Jurybegründung mit. Seit fast 20 Jahren beschreibe und interpretiere er beharrlich die Welt mit der Kamera.

Die Auszeichnung soll im September zur Photokina in Köln übergeben werden. Seit 1971 wird der Preis - bestehend aus einer Urkunde und einer Kamera - alljährlich für "vorbildliche Anwendung der Fotografie in der Publizistik" vergeben. Zu den bisherigen Preisträgern zählen Anders Petersen, Barbara Klemm und Robert Frank. Die Ehrung erinnert an den jüdischen Fotografen Erich Salomon, dem der moderne Bildjournalismus seit der Weimarer Republik starke Anregungen verdankt. Salomon wurde 1944 in Auschwitz ermordet. Bialobrzeskis Bilder wurden unter anderem im "Stern", "Zeit-Magazin" und "GEO" abgedruckt. Im Mittelpunkt seiner Arbeit stehen die wachsende Verstädterung und die Mega-Cities in Asien. Seine Fotografien bewegen sich zwischen Dokumentation und künstlerischem Statement. Seine Aufnahmen von einer sich rasant verändernden Welt faszinieren und verstören zugleich.

( dapd )