Ausstellung

Kassel baut ein neues Museum für die Brüder Grimm

Wer Märchen kennt, kennt die Brüder Grimm. Viele Jahre haben die beiden in Kassel gelebt. Dort soll nun das Museum über die berühmten Sprachforscher und Märchensammler neu gebaut werden.

Planen soll das ein Kasseler Architekt. Die Stadt erhofft sich davon eine Vervierfachung der bisherigen Besucherzahlen des Museums, wie Oberbürgermeister Bertram Hilgen (SPD) bei der Vorstellung des Siegerentwurfs im Architekturwettbewerb sagte. Jährlich kamen bislang rund 25 000 bis 30 000 Menschen.

Der rund 18 Millionen Euro teure Neubau sei ein zentraler Baustein der neuen "Grimm-Welt", betonte Hilgen. Weiterer Schwerpunkt soll die Torwache werden. In dem Haus, in dem derzeit noch der Hessische Verwaltungsgerichtshof beheimatet ist, haben die Grimms zeitweise gewohnt. Sie lebten und arbeiteten mit Unterbrechungen von 1798 bis 1841 in Kassel. Den europaweit ausgeschriebenen Wettbewerb gewann ausgerechnet ein Kasseler Architekt: Tore Pape. "Ich freue mich sehr, beim Heimspiel vorne zu landen", sagte Pape. Allerdings ist noch nicht sicher, ob sein Entwurf auch wirklich gebaut wird. Darüber muss erst noch die Stadtverordnetenversammlung entscheiden.