Terror

"Oktoberfestbombe": Wiesn-Anschlag wird fürs Kino verfilmt

Der Terroranschlag auf das Münchner Oktoberfest von 1980, bei dem 13 Menschen starben und 200 verletzt wurden, soll fürs Kino verfilmt werden.

Die Münchner Produktionsfirma Dreamtool hat die Rechte an dem Buch "Die Oktoberfest-Bombe" gekauft. Buchautor Tobias von Heymann bezweifelt, dass ein rechtsextremistischer Einzeltäter den Anschlag begangen hat. Produzent Raiser sieht in dem Stoff ein "erschreckendes Beispiel staatlichen Versagens, das aktueller nicht sein könnte." Durch die jüngsten Enthüllungen über den "braunen Sumpf" habe die Geschichte eine "traurige Aktualität" bekommen. Die Dreharbeiten beginnen im Frühjahr 2013. Regie sollen Claudia Prietzel und Peter Henning führen.

Nach Bekanntwerden der Neonazi-Mordserie der Zwickauer Terrorzelle sind in München in der jüngsten Vergangenheit Stimmen laut geworden, die eine Neuaufnahme der Ermittlungen zum Wiesn-Attentat fordern. Der Stadtrat stimmte Ende November einem entsprechenden Antrag einstimmig zu und auch aus dem bayerischen Landtag gibt es entsprechende Forderungen nach neuen Ermittlungen. Die Annahme: Der 21 Jahre alte Geologie-Student Gundolf Köhler, ein früherer Anhänger der dann verbotenen rechtsextremistischen "Wehrsportgruppe Hoffmann", der selbst bei dem Anschlag starb, sei voreilig als frustrierter Einzeltäter abgestempelt worden. Die Bundesanwaltschaft lehnt die Forderungen nach neuen Ermittlungen mit dem Hinweis auf fehlende neue Erkenntnisse bislang ab.