Hartwig Fischer

Neuer Dresdner Kunstchef will Museen mehr vernetzen

Der künftige Generaldirektor der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Hartwig Fischer, will die ihm anvertrauten Museen weiter international vernetzen und die Forschung konsequent fortführen.

Es sei für ihn "eine ganz große Ehre", nach Dresden berufen worden zu sein, sagte er am Freitag bei seiner Vorstellung in der sächsischen Landeshauptstadt. Die Entwicklung dieser Kunstsammlungen habe er in den vergangenen Jahren mit Bewunderung und "nicht ohne Neid" verfolgt.

Er wolle den "einzigartigen Schatz bewahren" und als identitätsstiftend für Sachsen ausbauen. Der 49-jährige promovierte Kunsthistoriker tritt sein Amt voraussichtlich Ende April an. Derzeit leitet er das Museum Folkwang in Essen. Schon jetzt seien die Dresdner Kunstsammlungen ein international vernetztes Zentrum der Forschung, sagte Fischer. In Zukunft werden Museen zudem eine stärkere Rolle bei der Entwicklung einer globalen Gesellschaft haben. Sie seien ein Ort, an dem Lernen und Vergnügen verbunden werden müssten. Dazu zähle vor allem auch der Dialog der verschiedenen Kulturen. Als seine Aufgabe bezeichnete der neue Generaldirektor ferner den Ausbau der Gegenwartskunst in Dresden. Fischer stammt aus Hamburg und ist seit 2006 Leiter des Museums Folkwang.