Kunst

Villa Schöningen präsentiert Baselitz-Werke

Eine Ausstellung mit Werken des Künstlers Georg Baselitz ist ab dem 4. Februar in der Potsdamer Villa Schöningen zu sehen. Die 21 Exponate aus der eigenen Sammlung des Malers vermittelten einen Eindruck der Anfangsjahre des heute 73-Jährigen, wie das Museum mitteilte.

Teile der von Baselitz selbst zusammengestellten Werke seien noch nie öffentlich gezeigt worden. Die Schau trägt den Titel "Baselitz aus der Sammlung Baselitz - Die Berliner Jahre", sie wird bis zum 18. August in Potsdam zu sehen sein.

Die meisten der Bilder sind den Angaben zufolge zwischen 1959 und 1966 in Berlin entstanden. Die sechziger Jahre waren eine Zeit des Aufbruchs für die deutsche Kunst. In Ost-Berlin hatte der 1938 als Hans-Georg Kern in Deutschbaselitz (Sachsen) geborene Künstler zunächst studiert. Doch er erhielt einen Verweis von der Hochschule wegen "gesellschaftlicher Unreife", wie es damals hieß. Baselitz setzte sein Studium dann in West-Berlin an der Hochschule für Bildende Kunst fort, wo er auch blieb. 1961 nahm er in Anlehnung an seinen Geburtsort den Künstlernamen Georg Baselitz an. Er veröffentlichte zusammen mit Eugen Schönebeck das "1. Pandämonische Manifest", eine Proklamation gegen das "Glatte und Schöne" in der Kunst.

Baselitz' erste Ausstellung 1963 in der Berliner Galerie Werner und Katz endete mit einem Skandal, heute kaum mehr vorstellbar. "Die große Nacht im Eimer" (ein onanierender Junge) wurde von der Staatsanwaltschaft beschlagnahmt. 1969 malte Baselitz mit "Der Wald auf dem Kopf" sein erstes namhaftes Bild in der Motivumkehr. Seine Bilder sind heute in fast jeder großen Sammlung vertreten.