Bode-Museum

Parzinger sucht Sponsoren

Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz ist nach den Worten ihres Präsidenten auf der Suche nach privaten Sponsoren für die geplante Erweiterung des Bode-Museums. "Wir sind dabei, Kontakte zu knüpfen und zu sondieren, wie ein privates Engagement aussehen könnte", sagte Hermann Parzinger.

Der Bau wäre Voraussetzung, damit das von Berlins Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) angemahnte Museum des 20. Jahrhunderts entstehen könnte. Laut Parzinger ist dafür eine Rochade zwischen verschiedenen Häusern geplant. Danach würden die Alten Meister aus der Gemäldegalerie am Kulturforum in den Neubau gegenüber dem Bode-Museum ziehen. Die frei werdende Gemäldegalerie könnte die Kunst des 20. Jahrhunderts aufnehmen.

In dem dann möglichen Museum des 20. Jahrhunderts sollen die Bestände der Neuen Nationalgalerie mit der Sammlung Pietzsch und den herausragenden Werken der Sammlung Marx vereint werden. "Damit hätte Berlin auch im weltweiten Vergleich eines der ganz großen Häuser zur Kunst des 20. Jahrhunderts mit einer unglaublichen Sammlung von Brücke bis Beuys - welch ein Blick auf die Kunst der letzten 100 Jahre."

Die Sammlung des Ehepaars Ulla und Heiner Pietzsch (81), eine der international wichtigsten Privatsammlungen der Klassischen Moderne, ist Berlin als Geschenk zugesagt. Voraussetzung ist nach dem Willen der Stifter jedoch, dass sie tatsächlich gezeigt wird und nicht im Archiv verschwindet. Die Sammlung Marx mit Werken von Beuys bis Warhol ist derzeit als Dauerleihgabe im Hamburger Bahnhof untergebracht.