Hamburger Museum

Noch eine Ehrung: Ausstellung über Udo Lindenberg

Im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe (MKG) ist "Udo. Die Ausstellung" über den Sänger Udo Lindenberg eröffnet worden.

Die großangelegte Schau der Stiftung Schloss Neuhardenberg vereint über 400 Texte, Fotos, Songs, Poster, Interviewausschnitte, "Likörelle" (Gemälde Lindenbergs), Kleidungsstücke, Musikinstrumente, Briefe, Schulzeugnisse und andere Exponate rund um Leben und Werk des 65-Jährigen. Unter anderem ist die Schalmei zu sehen, die Lindenberg von Erich Honecker erhalten hatte.

"Die Ausstellung ist auch eine Wanderung durch das Zeitgeschehen, denn ich bin ja auch Zeitzeuge, weil ich viele Menschen wie Joseph Beuys und Willy Brandt kennenlernen konnte, die die gesellschaftliche Entwicklung in der 'Bunten Republik Deutschland' mitgestaltet haben", sagte Lindenberg.

Die Ausstellung berge auch für ihn Überraschungen, da die Kuratoren Manfred Besser und Caroline Gille vieles auf Dachböden, in Kellern und vergilbten Koffern gefunden hätten, sagte Lindenberg. Die Ausstellung inszeniert er als "Gesamtkunstwerk aus Rock'n'Roll, Poesie, Coolness, Malerei und Zeitgeschichte". In 14 Kapiteln werden seine Herkunft, seine Eltern und Geschwister, Religion und Spiritualität - unter anderem mit einem Gemäldezyklus des Künstlers zu den zehn Geboten - die Anfänge des "Panikorchesters" in den 1970er Jahren, Freunde und Weggefährten, Lindenbergs Auftritt in Ost-Berlin, sein Einsatz für die deutsche Sprache, sein Weg als Maler und sein politisches Engagement beleuchtet. Die Ausstellung kann man bis zum 12. März besuchen.