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Angst vor der Euro-Krise: Metallica zieht Europa-Tour vor

Eigentlich sehen die Männer von Metallica nicht gerade sorgenvoll aus. Der Eindruck aber scheint zu täuschen. Auslöser der Angst bei den Musikern ist die Euro-Krise. Die hat zwar auf den ersten Blick nicht viel zu tun mit den Rockern aus den USA. Auf den zweiten aber schon.

Das Management der Band sieht offenbar reichlich schwarz und befürchtet, dass die europäischen Veranstalter die Gagen nicht mehr zahlen können, sollte sich die Krise weiter verschärfen. Deshalb zieht die Band ihre Europa-Tour ein Jahr vor und spielt bereits 2012 auch in Deutschland. Geplant sind im Juni Auftritte bei den Festivals Rock am Ring und Rock im Park. "In den kommenden Jahren wird der Dollar stärker als der Euro werden", sagte Manager Cliff Burnstein der US-Zeitung "Wall Street Journal". "Ich bin kein Ökonom, aber ich habe einen Universitätsabschluss. Man muss sich einfach fragen, was man wann und wo macht."

Also eher keine Rockkonzerte in Europa in 2013, denn "ich will mit Wechselkursen keine Gewinne machen, aber ich will auch nicht als Verlierer dastehen", sagt Burnstein. In Zeiten der Tonträgerkrise machen Live-Auftritte einen Großteil der Einnahmen von Bands aus.

( BM )