Gemälde

Beidseitig bemaltes Pechstein-Bild soll Rekorderlös bringen

Eine beidseitig bemalte Arbeit des Künstlers Max Pechstein will das Münchner Auktionshaus Ketterer am Sonnabend versteigern - und erwartet damit möglicherweise einen Millionenerlös.

Das Werk ist mit 800 000 bis 1,2 Millionen Euro taxiert, wie das Auktionshaus mitteilte. Diesen Schätzpreis könnte es aber bei der Versteigerung deutlich übertreffen. Das Pechstein-Werk habe das Potenzial, heißt es, das teuerste in diesem Jahr in Deutschland versteigerte Kunstwerk zu werden.

Übertreffen müsste die Pechstein-Arbeit dafür das großformatige Gemälde "In letzter Not" des javanischen Prinzen Raden Sarief Bustamann Saleh Ben Jaggia. Im Juli erzielte das Auktionshaus Van Ham damit einen Erlös von 1,95 Millionen Euro. Nach Angaben des Hauses handelt es sich um das teuerste Gemälde des 19. Jahrhunderts, das je in Deutschland verkauft wurde.

Auf der signierten Seite zeigt der doppelte Pechstein das Stillleben "Früchte II.", auf der zweiten das Bild "Weib mit Inder auf Teppich". Der Akt besteche mit einer sinnlichen Erotik, die durch den expressiven Farbklang und die grobe Maltechnik in ihrer Wirkung noch verstärkt wird, heißt es in der Versteigerungsankündigung. Eine Vorzeichnung befindet sich in der Nationalgalerie in Berlin.