Bestseller

Oliver Berben verfilmt Charlotte Roches "Schoßgebete"

Die Bestseller-Adaptionen nehmen kein Ende. Gerade noch wurde vermeldet, Helene Hegemann würde ihr Skandalbuch "Axolotl Roadkiller" verfilmen, da ereilt uns schon die nächste Nachricht: Auch "Schoßgebete" von Charlotte Roche wird zum Kinostoff.

Der Produzent Oliver Berben hat sich die Filmrechte gesichert, teilte die Constantin Film gestern mit. Das Buch erschien im August mit einer Startauflage von 500 000 Exemplaren und wurde in kürzester Zeit zum Bestseller.

Es erzählt vom Alltag einer 33-jährigen Frau zwischen Kindererziehung, Therapie und Eheleben und spart auch explizite Sexszenen nicht aus. Im Zentrum des Buches steht allerdings ein schlimmer Unfall, den Roche an ihren eigenen Schicksalsschlag vor zehn Jahren angelehnt hat. Damals starben drei ihrer Brüder, als sie mit dem Auto zur Hochzeit ihrer Schwester unterwegs waren. Das Buch hatte kurz nach der Veröffentlichung für heftige Kontroversen gesorgt. Roches Stiefvater hatte der Autorin vorgeworfen, den Unfalltod ihrer Brüder werbewirksam auszuschlachten. Die Frauenrechtlerin Alice Schwarzer charakterisierte es als "verruchte Heimatschnulze über Sex & Liebe". Während manche Kritiker das Buch als erschreckend banal bewerteten, wurde es von anderen in höchsten Tönen gelobt. Roches hatte bereits 2008 mit ihrem Romandebüt "Feuchtgebiete" für Aufsehen gesorgt. Inzwischen wurde das Buch mindestens zwei Millionen Mal verkauft.

Während man nun bei "Schoßgebete" kräftig spekulieren darf, wer wohl die Hauptrolle spielen und wer das inszenieren wird, hat die 21-jährige Hegemann dementieren lassen, dass sie selber ihr "Axolotl" verfilmen würde. Da sei "überhaupt nichts dran", sie wisse gar nicht, wer diese Meldung in die Welt gesetzt hat.