Neue Ausstellung

Kupferstichkabinett erhält älteste private Zeichnungssammlung

Die Berliner Staatlichen Museen und die Kunstsammlungen und Museen Augsburg haben den "Kleinen Klebeband" der Fürsten Waldburg-Wolfegg erworben.

Die älteste in Deutschland erhaltene private Zeichnungssammlung umfasse rund 120 Werke der Spätgotik und Dürer-Zeit. Vorwiegend altdeutsche, aber auch niederländische und italienische Meisterzeichnungen des 15. bis frühen 17. Jahrhunderts umfasst die Sammlung. Zu den wertvollsten Stücken gehören Zeichnungen von Hans Holbein des Älteren (um 1465-1524) und den Mitgliedern seines Augsburger Ateliers - unter anderem auch Holbeins um 1499 entstandenes Silberstiftporträt einer Nonne.

Noch im Laufe dieses Jahres ist eine erste Ausstellung in Augsburg geplant. Danach sollen die Werke dauerhaft vom Berliner Kupferstichkabinett bewahrt und gepflegt werden. Das Werk wird dann gemeinsam mit den Kunstsammlungen und Museen Augsburg erforscht. Gesammelt wurden die Blätter innerhalb eines relativ kurzen Zeitraums von 20 Jahren ab 1650 vom kurbayerischen Statthalter der Oberpfalz, dem Erbtruchsess Maximilian Willibald von Waldburg-Wolfegg (1604-1667). Seither sei das Konvolut fast unverändert geblieben. Es biete einen authentischen Blick auf einen Moment der Kunstgeschichte. Zum Kaufpreis machte die Stiftung Preußischer Kulturbesitz auf Nachfrage keine Angaben.