Auszeichnung

Hannah-Höch-Preis für Berliner Künstlerin Ulrike Ottinger

Für ihr "vielschichtiges Werk" als Filmemacherin und Künstlerin, so die Begründung, wird Ulrike Ottinger ausgezeichnet. Die 69-Jährige erhält den mit 60 000 Euro dotierten Hannah-Höch-Preis des Landes Berlin.

Mit dem Geld werde unter anderem eine Ausstellung ermöglicht, die von Sonnabend an in den Räumen des Neuen Berliner Kunstvereins (NBK) zu sehen ist, teilte die Senatskulturverwaltung mit. 15 000 Euro stehen für die Ausgezeichnete direkt zur Verfügung. Den erstmals ausgelobten Hannah-Höch-Förderpreis erhält die 1976 in Helsinki geborene Videokünstlerin Laura Horelli.

Im NBK wird eine ganz andere Seite von Ulrike Ottinger präsentiert, die Ausstellung führt an die Anfänge ihres künstlerischen Schaffens: Ausgestellt wird Malerei und Druckgrafik, deutsche Pop-Art vom Feinsten. Für die comichafte Überzeichnung der Figuren in ihrer Malerei arbeitete sie oft mit Fotografien. Im Konstanzer Elternhaus schlummerten diese Schätze, verborgen in Kartons. Als Ulrike Ottinger sie nach dem Tod der Mutter hob, stellte sie erstaunt fest: "Meine Güte, da ist ja schon viel von dem da, was ich später gemacht habe."

Neuer Berliner Kunstverein , Chauseestr. 128/129, Mitte. Bis 22.1., Di-So 11-18