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Ich lese gerade ... Marie-Sabine Roger: Der Poet der kleinen Dinge

Ines Krüger (41), Büchereck , Baumschulenstr. 11: Ich war schon von Marie-Sabine Rogers letztem Roman "Das Labyrinth der Wörter" total begeistert. Auch in ihrem neuen Buch "Der Poet der kleinen Dinge" erzählt die seit kurzem in Kanada lebende französische Schriftstellerin wieder eine berührende Geschichte: Herumtreiberin Alex hat gerade mal wieder einen neuen Job in einer Kleinstadt gefunden, wohnt zur Untermiete und freundet sich mit dem Bruder ihres Vermieters an. Gérard ist Spastiker, kann weder schreiben noch richtig sprechen, liebt aber die Poesie leidenschaftlich. Alex ändert nicht nur sein Leben und gibt der eingefahrenen Ehe von Gérards Bruder einen entscheidenden Schubs, sie verhilft auch zwei jungen Losern mit einer Idee zu einer echten Zukunftsperspektive. Federleicht zu lesen, vermag es der recht kurze Roman in knappen, klaren Sätzen eine schöne und vielschichtige Geschichte zu erzählen, die einen nicht mehr los lässt.

Marie-Sabine Roger: Der Poet der kleinen Dinge, Verlag Hoffmann und Campe, 240 Seiten, 18,99 Euro.