Kulturbudget

Insolvenz des Staatstheaters in Schwerin abgewendet

Der Erleichterung über die abgewendete Insolvenz des Mecklenburgischen Staatstheaters Schwerin folgte gestern sogleich die Kritik. "Mich trifft die Strategielosigkeit des Landes hart", sagte der Schweriner Generalintendant Joachim Kümmritz.

Gebraucht werde eine Theaterreform für das ganze Land. Eine landesweite Lösung forderte auch die Linke. Es sei offenkundig, dass die finanzielle Ausstattung der Theater und Orchester im Land nicht ausreiche. Der Aufsichtsrat der Staatstheater GmbH hatte am Mittwochabend beschlossen, die vom Land angebotene Soforthilfe von 500 000 Euro anzunehmen. Sie ist jedoch an strukturelle Veränderungen geknüpft. Zudem akzeptiert die Landesregierung die Aufnahme eines Kassenkredites durch die hoch verschuldete Landeshauptstadt, die Hauptgesellschafterin des Staatstheaters ist. Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow (Linke) kündigte an, sofort mit der Umsetzung der geforderten und vom Aufsichtsrat beschlossenen Sparmaßnahmen zu beginnen. Sie werde Gespräche mit den angrenzenden Landkreisen Ludwigslust-Parchim und Nordwestmecklenburg über eine Theaterbeteiligung aufnehmen.