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Kino: Die Oscars verlieren ihren Regisseur Brett Ratner

Kino

Die Oscars verlieren ihren Regisseur Brett Ratner

Brett Ratner ist an und für sich ein umgänglicher Zeitgenosse, und als Regisseur der "Rush Hour"-Serie und von "X-Men: Der letzte Widerstand" auch ein fähiger Inszenator. Nicht zuletzt deshalb engagierte ihn die amerikanische Filmakademie, um die nächste Oscar-Zeremonie zu inszenieren - nachdem deren langjähriger Direktor Gil Cates (er inszenierte vierzehn Shows) vorletzte Woche gestorben war. Nun ist die Akademie ihren Regisseur und der Regisseur seine Show schon wieder los, nach einem politisch korrekten Sturm im Wasserglas. Ratner war in einem TV-Interview gefragt worden, ob er mit seinen Schauspielern probe, bevor die Kameras rollen. "Proben, das ist was für Schwuchteln", hatte er verächtlich geantwortet. Nach einem Sturm des Protests legte er seine Oscar-Arbeit nieder und entschuldigte sich für seine Beleidigung von Homosexuellen.

Festivals

Kampnagel-Intendant soll auch Sommerfestival leiten

András Siebold übernimmt 2013 die künstlerische Leitung des Internationalen Sommerfestivals auf Kampnagel. Der 35-Jährige löst Matthias von Harzt ab, der 2012 sein fünftes Festival in der Hamburger Kulturfabrik kuratiert und danach zu den Berliner Festspielen wechselt. Siebold wirkt seit vier Jahren als leitender Intendant auf Kampnagel und hat neue Musiktheaterformate wie beispielsweise "Funk Ex Machina" mit Musiker Samy Deluxe etabliert.

Medien

Wiener Verlag Carl Ueberreuter zieht nach Berlin

Der Wiener Verlag Carl Ueberreuter zieht nach Berlin um. "Wir wollen näher am deutschsprachigen Buchmarkt sein", hatte Geschäftsführer Klaus Kämpfe-Burghart bereits zuvor im "Börsenblatt" erläutert. Der Umzug soll bereits im März über die Bühne gehen. Der Carl Ueberreuter Verlag legt als größter Publikumsverlag Österreichs einen Schwerpunkt auf die Bereiche Ratgeber, Sachbuch und Kinder- und Jugendliteratur.

TV-Charts

Die Deutschen gucken abends gerne Serien

Das Quoten-Glück lag gestern einmal wieder bei den ARD-Serien: Mit "In aller Freundschaft" (6,67 Mio.) und "Die Stein" (5,47 Mio.) schlugen sie die Konkurrenz. Hinter der 20-Uhr-"Tagesschau" (4,62 Mio.) kam "CSI: Miami" mit immerhin 4,42 Mio. Zuschauern auf Platz 3. Die "Geheimnisse des Dritten Reichs" im ZDF guckten nur 4,05 Mio. Zuschauer.