200. Geburtstag

Bundespräsident feiert Liszt in Weimar als "Pop-Phänomen"

Verneigung vor Franz Liszt: Als großer Musiker und Europäer wurde der Klaviervirtuose, Komponist und Visionär Franz Liszt zu seinem 200. Geburtstag in Weimar geehrt.

Liszt sei bis heute in jeder Hinsicht ein europäisches Ereignis, sagte Bundespräsident Christian Wulff am Sonnabend bei einem Festakt im Deutschen Nationaltheater. "Die Kultur ist es, die Europa letztlich verbindet." Liszt bezeichnete der Bundespräsident als "Auftrittskünstler", der damals die Konzerthäuser in Österreich, Italien, Frankreich, Ungarn oder Russland füllte - "ein Pop-Phänomen geradezu". Er habe aber auch zum Rang Weimars als "Hauptstadt des deutschen Geistes" beigetragen. Der Komponist hatte Weimar nach der Goethe-Ära zu neuer Blüte verholfen. Dort schrieb er wichtigste Werke und verbrachte große Teile seines Lebens.