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Ich höre gerade ... Jim Ford: Harlan County

René Röder (41), Soultrade Recordstore, Sanderstr. 29, Neukölln: Richtig gut läuft momentan Jim Fords Album "Harlan County", ein Country-Soul-Klassiker. Das Original von 1969 war vergriffen und dermaßen gesucht, dass sich die Leute regelrecht auf die Neuauflage stürzen. Das Label bietet etwas fürs Geld und hat sich mit 180-Gramm-Vinyl, umfangreichem Booklet und einem Klapp-Cover richtig angestrengt. Auf der Cover-Innenseite steht ein treffendes Zitat von Sly Stone, Jim Fords bestem Freund und neben James Brown ein Begründer des Funk: "Jimmy Ford is the baddest white man on the planet." Der Mann aus Kentucky, der 2007 mit 66 Jahren starb, war schließlich ein Säufer, Raufbold, Junkie und Choleriker. Andererseits schrieb er großartige Songs, die unter anderem von Aretha Franklin, Bobby Womack und den Temptations aufgenommen wurden. Sein Album "Harlan County" ist ein absolut stark und begeistert sogar Leute, die sonst gern Jazz, Progressiv oder Psychedelic hören.

Jim Ford: Harlan County, Lightintheattic (Cargo Records), LP 22 Euro (limitierte Auflage).